Leben im Haus
– eine Anleitung

So stellen wir uns das Leben im Mehrgenerationenhaus vor – eine kleine Anleitung

Die gemeinschaftlichen Flächen werden von den Bewohnenden – organsiert im Hausverein –gestaltet und verwaltet. Der Hausverein organisiert sich bei Bedarf in Betriebsgruppen je nach Bereich, welche dann für Unterhalt und Organisation verantwortlich sind. Auch bei einem Mieterwechsel oder bei allgemeinen Mieteranliegen suchen Verwaltung und Bewohnende gemeinsam die beste Lösung.

Gemeinschaftsräume – Übersicht

Die Gemeinschaftsräume sind für alle Bewohnenden zugänglich und tragen zur Integration sowie zur Mitverantwortung für das Leben im wohnenplus bei.

Sie sollen Orte sein für Geselligkeit, animierte Spiele und Feste, aber auch manchmal für Ruhe, Erholung und konzentrierte Zusammenarbeit. Sie sollen Gelegenheit bieten für Bewegung, Fitness, Toben und auch für Foren, Versammlungen, Besprechungen.

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Ein Gemeinschaftsraum eignet sich je nach Grösse und Ausstattung, zum Beispiel

  • für ein gemeinsames Essen
  • als Arbeitsort
  • für Aufgabenhilfe
  • für eine Spielgruppe
  • für eine Werkstatt
  • als Yoga Raum
  • als Treffpunkt, Ort für spontane Begegnungen, Raum des Nicht-allein-Seins
  • für ein Siedlungs- oder privates Fest
  • als Kaffeestube für eingeladene Gäste
  • für eine Filmvorführung oder einen Tanzkurs
  • als Versammlungs- und Konferenzsaal
  • als Lebensmitteldepot

Gemeinschaftsträume erhalten ein Innenleben durch die kreativen Ideen ihrer Benutzenden. Der Sinn des Gemeinschaftsraumes liegt in der Nutzung, die vielfältig bleibt und sich auch mit der Zeit wandeln kann.

Im wohnenplus gibt es (vom Keller- bis zum Attikageschoss) folgende angedachte, abwandelbare Räume zur gemeinschaftlichen Nutzung:

UG

Veloraum mit E-Bike-Station und Veloanhängerraum, Werkstatt, Lebensmitteldepot, Atelier

EG

Bistro / Mehrzweckraum und Foyer, Gemeinschafts- und Pflanzgarten, E-Auto-Ladestation, Zuschaltzimmer

1. OG

Ein Gästezimmer

Attika

Gemeinschaftliche Dachterrasse mit Solarwellnessbereich

Bezeichnung Stock / Lage Zimmer Fläche Grundriss
Werkstatt UG / Süd-West 1 37.7 m2 PDF
Bistro EG / Süd-Ost 63 m2 PDF
Gästezimmer 1. OG / Ost 1 22 m2 PDF
Dachterrasse Attika 78 m2 PDF
Wellness Attika / Süd-Ost 15.3 m2 PDF

Bistro

Die Bistro-Gemeinschaftsküche verfügt über viel Raum zum Kochen, auch für grössere Gruppen.
Im Bistro stehen Tische für 24 Personen zur Verfügung. Neben dem Kochen und Essen kann der Raum auch für kleinere, private (nicht kommerzielle) Veranstaltungen, wie Feste oder Geburtstage, reserviert werden. Es ist Geschirr und Besteck in grösseren Mengen vorhanden.

Miettarife (folgen)

Kontakt für Reservation (folgen)
bitte mache folgende Angaben:

  • gewünschtes Datum
  • gewünschte Uhrzeit
  • Gruppengrösse
  • mit kalter Küche oder mit warmer Küche
  • Beamer
  • Terrasse

Die Betriebsgruppe «Bistro» betreibt das Bistro der Gemeinschaft. Es finden hier regelmässig kleiner Gastroangebote und Kulturanlässe statt. Du kannst dich für den Newsletter und die Eventankündigung einschreiben.

Bistroterrasse von Süden.

Hofladen

Die Tradition eines Hofladens werden wir ab Sommer 2021 aufnehmen. Im Moment ist in unserem kleinen zukünftigen Laden, in der Schopfzeile vor dem Wohngebäude, ein Gemüsetaschendepot der SoLaWi Erlengut untergebracht.

Ziel der Solawi ist es, eine zukunftsfähigere, selbstbestimmtere Nahrungsmittelproduktion aufzubauen, in der sich ProduzentInnen und KonsumentInnen zusammenschliessen und gemeinsam Verantwortung tragen.

Mit dem Gemüseabo erhaltet wir und Nachbarn 49 Mal pro Jahr eine Tasche voll erntefrischem Biogemüse, alles aus dem Anbau der SoLaWi. Die Saison bestimmt, was in die Gemüsetasche kommt. Wir, im wohenenplus, lassen uns überraschen!

Solarwellnessbereich

Der Wellnessbereich bietet neben einer WC-Anlage für die Dachterrasse eine Duowanne, eine Komfortmassagedusche und eine Biosauna oder einen Ruheraum mit Sicht auf das Stockhorn. Der Bereich kann nur mit Reservation genutzt werden.

Dachterrasse

Die Dachterrasse bietet Platz für verschiedenste Aktivitäten.
Das Zentrum der Dachterrasse bildet das Jahreszeitenzimmer mit einer Wasserstelle, Kühlschrank und einer Steckdose. Das Nutzungskonzept für die Dachterrasse und den Wellnessbereich wird durch die Bewohnenden von wohnenplus erarbeitet. Das Konzept regelt neben der Nutzung der Dachterrasse auch diejenige des Jahreszeitenzimmers, das während des ganzen Jahres einen luftigen und aussichtsreichen Aufenthalt ermöglicht. Die Möblierung der Terrasse kann aus dem Pool der vorhandenen Möbel der Bewohnenden generiert werden.

Gemeinschaftsgarten

Das Haus verfügt über zwei gemeinschaftliche Gartenbereiche.
Der Gemeinschaftsgarten befindet sich auf der Sonnenuntergangsseite.
Diese Gartenzone nimmt verschiedene gemeinschaftliche Funktionen wahr. Der Relax-Garten ist durch den Wandelgang sowie einem rollstuhlgängigen Zugang durch den Kitagarten erschlossen. Der Garten ist naturnah ausgeführt. Auf einer Naturwiese wachsen alte Sorten Hochstamm Äpfel- und Birnbäume. Im Sommer besteht die Möglichkeit die Wäsche an der Sonne und im Wind zu trockenen. Hier treffen sich die Bewohnenden bei einem Grillfest oder zum Ausspannen.
Weitere Gartenanteile werden von «Leolea», unserer Kita, sowie den Erdgeschosswohnungen genutzt. Der Bereich neben dem Aussensitzplatz des Bistros ist mit einem Kiesbelag ausgestattet. Unter den Sommerlinden kann man von Frühling bis Herbst spielen, vor allem auch Boule oder Petanque.

Gemeinschaftlicher Pflanzgarten

Im Pflanzgarten wohnenplus – auf dem Nebengelände hinter den Parkplätzen – wird gemeinsam gegraben, gesät, gepflanzt, geerntet, gehämmert und gemauert. Hier sind alle willkommen.
Gemeinsame Anbau-Projekte sind möglich, welche für einen regen Erfahrungsaustausch bei gleichzeitiger Arbeitsteilung sorgen. So lassen sich Pflanzen mit weniger Aufwand grossziehen und das Resultat kann sogar noch besser ausfallen, als wenn ein Garten ganz allein betreut wird.

Nachhaltig Leben in einer Gemeinschaft mit Lebensmitteldepot und Hofladen

Wollen Sie Lebensmittel aus der näheren Umgebung? Im wohnenplus gibt es die Möglichkeit ein gemeinsames Lebensmitteldepot einzurichten. Zusammen mit dem wohnenplus Hofladen können die Bewohnenden so Grundnahrungsmittel im eigenen Haus beziehen.
In einem Kellerraum steht den Bewohnenden ein Lebensmitteldepot und zwei grossen Gefriertürme zur Verfügung. Hier werden die haltbaren Grundnahrungsmittel gelagert. Das Depot und die  Tiefkühlgeräte werden von einer Betriebsgruppe betreut, welche die Bewohnenden beim Gebrauch betreut.

Anleitung zu Gebrauch des Lebensmitteldepots

Unser Angebot, natürlich in Bio-Qualität

Teigwaren, Risotto, Basmatireis, rote und grüne Linsen, helles Dinkelmehl, Weizen-Vollkornmehl, Rapsöl, Flüssigwaschmittel mit Lavendelduft.

Wie das Einkaufen im Lebensmitteldepot genau geht, seht ihr auf der Anleitung im Anhang. Sie hängt auch im Lebensmitteldepot auf.

Wichtig

  • Nehmt eure eigenen Gefässe mit und schreibt diese im Idealfall schon zu Hause mit dem Leergewicht an. Das erspart euch im Depot Arbeit
  • Kommt bitte mit sauberen Händen ins Lebensmitteldepot, dort steht auch ein Desinfektionsspray zur Verfügung
  • Die Ware zum Beziehen ist in den Kartontonnen. Schöpfbesteck liegt bei. Wir machen einen wöchentlichen Kontrollgang und füllen bei Bedarf nach
  • Wir haben’s getestet: 1l Waschmittel ist 1kg schwer. Auch das Waschmittel wird gewogen und nach kg abgerechnet
  • Die Abrechnung funktioniert per Rechnung. Ihr müsst also kein Bargeld mitnehmen. Tragt all eure Einkäufe auf eurer persönlichen Rechnung ein. Nehmt beim ersten Einkauf ein leeres Formular. Versorgt dieses Blatt nach dem Ausfüllen im Register-Mäppli, damit ihr es beim nächsten Mal schnell wieder findet
  • Die erste Abrechnung erfolgt Ende März
  • Es hat einen Taschenrechner, damit ihr das Gewicht der Ware ausrechnen könnt (Gesamtgewicht des vollen Gefässes minus Leergewicht). Den Preis müsst ihr nicht ausrechnen. Das macht dann der Computer automatisch
  • Bitte schliesst die Behälter im Depot IMMER gut mit dem Deckel (wegen den kleinen Tierli…)
  • Hinterlasst das Depot sauber und ordentlich. Es hat Schüfeli und Bäseli, einen kleinen Abfall, ein Plastikbecken und Lumpen zum Putzen. Wasser findet ihr, falls nötig, in der Waschküche nebenan. 😉

Velos und Parkplätze

wohnenplus ist im Sinne der 2000-Watt Gesellschaft autoarm konzipiert. Deshalb stehen neben einer genügenden Anzahl Autoabstellplätzen, Solarstromtankstellen für E-Mobile auch eine erhöhte Anzahl Veloabstellplätze zu Verfügung. Im Untergeschoss des Hauses wird den Bewohnenden genügend Abstellraum für Fahrräder, Anhänger und Kinderwagen angeboten. Für E-Bikes sind Ladebuchsen vorhanden. Zusätzlich werden vor dem Haus einige Veloabstellplätze für Besucher erstellt.

Gästezimmer

wohnenplus verfügt über ein möbliertes Gästezimmer, welches den Bewohnenden und deren Gästen zur Verfügung stehen. Das Gästezimmer kann über eine Betriebsgruppe des Hausverein reserviert werden. Neben Übernachtungen kann man im Gästezimmer auch gut vertrauliche Gespräche führen, Musikinstrumente spielen oder ungestört Büroarbeiten erledigen.