Organisation

Übersicht

wohnenplus ist ein nachhaltiges Mehrgenerationenhaus mit einer partizipativen Verwaltungsstruktur. Die Bewohnenden können sich in verschiedenen Gremien und Betriebsgruppen (Arbeitsgruppen) engagieren.

Der Hausverein

Wir leben und organisieren uns nach den Ideen des Leitbilds von wohnenplus.
Alle Bewohnenden der Stuckimatte wohnenplus sind Mitglied im Hausverein wohnenplus. Voraussetzungen für die Aufnahme in den Hausverein sind:

  • Zustimmung zum Leitbild
  • Wille zur Integration in die Hausgemeinschaft
  • Engagement für die Hausgemeinschaft
  • Bereitschaft zur Mitarbeit in Betriebsgruppen

Wenn ein Mitglied der Hausgemeinschaft nicht mehr selbständig leben kann, erwarten wir die Bereitschaft umzuziehen. Die Hausgemeinschaft kann kein betreutes Wohnen und keine regelmässigen Pflegeleistungen anbieten.

Der Hausverein wohnenplus organisiert den Betrieb der gemeinschaftlich genutzten Flächen von wohnenplus, dient als Plattform für Mieteranliegen und informiert über Neuigkeiten aus der Vermietungsgruppe und aus den Betriebsgruppen des Hausvereins.

Wir organisieren verschiedenartigste gemeinsame Aktivitäten.

Diese Aktivitäten werden später durch die zukünftigen Bewohnenden bestimmt und organisiert.

Partizipation

Für BewohnerInnen von wohnenplus gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich am Zusammenleben aktiv zu beteiligen oder zu engagieren. Eine Beteiligung ist nicht zwingend, aber erwünscht.

Betriebsgruppen

Der Betrieb aller gemeinschaftlich genutzten Flächen von wohnenplus wird von Betriebsgruppen betreut. So gibt es möglicherweise eine Betriebsgruppe Conciergerie (Bistro, Laden, Kultur, und Gästezimmer), Werkstatt, Dachterrasse und Aussenraum und so weiter…

Vermietungsreglement

Das Vermietungsreglement regelt wichtige Punkte zur Vermietung von wohnenplus.

Es umfasst Informationen zu den Vergabekriterien, zum Vergabeverfahren, zur Vermietung an Wohngemeinschaften und Cluster-Vereine, Mindestbelegung, zur Untermiete, zu den Spezialzimmern und zur Regelung betreffend Haustieren.

Erstvermietung

Erste Ausschreibung

Alle Wohnungen werden zeitgleich ca. ein Jahr vor Bezug bei den aktiven Interessent/innen ausgeschrieben und ausschliesslich an diese vergeben. Die VK kann dabei einen Teil der Wohnungen erneut ausschreiben, falls bei der Vergabe die Kriterien nicht umgesetzt werden können (z.B. fehlender Altersmix)

Zweite Ausschreibung

Die Wohnungen, die bei der ersten Ausschreibung nicht vergeben werden konnten, können zu einem späteren Zeitpunkt auf öffentlichen Kanälen ausgeschrieben und vergeben werden. Um die Ziele zu erreichen, können dabei spezifische Zielgruppen (z.B. Menschen mit verschiedenartigen Erfahrungen, Herkunft und Lebenssituationen und unterschiedlichem Alter und Interessen) bevorzugt werden.

Clusterwohnungen

Grosswohnungen werden an Vereine vergeben.

Nachmiete

Auswahl Nachmieter/innen

Wird eine der Klein- oder Grosswohnung leer, wird diese erneut durch die Vermietungskommission öffentlich ausgeschrieben und gemäss den Vermietungskriterien vergeben. Ausgenommen davon sind einzelne Zimmer innerhalb einer Grosswohnung, diese werden direkt durch den Verein vergeben.

Kriterien (Reihenfolge: von wichtig bis wünschenswert)

  • Engagementabsicht und Identifikation mit Leitbild
  • Lebensmittelpunkt im wohnenplus
  • Bisheriges Engagement für wohnenplus
  • Solvenz (Deklaration Einkommen, Betreibungsregisterauszug u.a.). Bei der Untermiete in Grosswohnungen ist der Verein zuständig für die Solvenz der Untermietenden
  • Einhalten des Haustierreglements (noch zu erarbeiten)
  • Altersdurchmischung
  • Durchmischung von Lebensformen

mehr zur Belegungsidee und Clusterorganisation

Belegungsleitidee für die Wohnungen

Durch die einfache Formel «Anzahl Zimmer minus eins = Mindestanzahl BewohnerInnen» lässt sich errechnen, wie viele BewohnerInnen jeweils mindestens in einer Wohnung leben dürfen. In einer 3,5-Zimmerwohnung sollten zum Beispiel mindestens zwei Personen wohnen. Die Belegungsdichte und die Namen der Bewohnenden werden jeweils bei der Vermietung und anschliessend alle zwei Jahre durch die Verwaltung erhoben (Selbstdeklaration).
Zuschaltzimmer werden alle zwei Jahre durch die VK neu diskutiert und vergeben.

Organisation Cluster (Vereine)

Bewerbende für eine Grosswohnung (Cluster) bewerben sich als Kollektiv von mind. 3 Personen. Die weiteren Mitbewohner/innen können bis zum Bezug gesucht werden. Spätestens bis zur Vertragsunter-zeichnung (ca. 3 Monate vor Bezug) organisiert sich das Kollektiv als Verein mit Statuten auf Basis der Musterstatuten. Alle Bewohner/innen einer Grosswohnung sind Vereinsmitglieder.

Auswahl Untermieter/innen

Der Verein mietet die Wohnung als Hauptmieter. Der Verein schliesst Untermietverträge mit den Untermieter/innen ab und kann diese entsprechend auch wieder kündigen. Der Verein kann somit auch Nachmieter/innen selbständig auswählen. Bei der Auswahl der Untermieter/innen müssen die Kriterien ebenfalls berücksichtigt werden (hierbei gilt Selbstverantwortung der Vereine). Alle Untermieter/innen werden der Verwaltung vor Abschluss des Mietvertrages gemeldet; diese kann die Zustimmung bei Verletzung der Bestimmungen von Art. 262 Abs. 2 OR verweigern. Ebenso werden Kündigungen von Untermieter/innen der Verwaltung gemeldet.

Leerstandrisiko

Der Verein trägt das Leerstandrisiko. Bei Härtefällen wird gemeinsam mit der Vermietungskommission eine Lösung gesucht.

  • Vermietung wohnenplus in Bearbeitung (PDF)